Sibylle Dordel
Ach, ... Clara!
Ein-Frau-Stück mit Musik
Was für ein Mensch war diese Clara Schumann, von der Goethe sagte, als er ihr Klavierspiel hörte, sie habe "... Kraft für sechs Knaben!" Damals war sie 11 Jahre alt. Fünfzehn Jahre später hat sie 10 Schwangerschaften hinter sich, hat einen zunächst zärtlichen, aufregenden und leidenschaftlichen, dann anstrengenden und kranken Mann. Als er stirbt, ist sie eine ernste, schöne Frau Mitte dreißig. Um die Kinder und sich ernähren zu können, darf, kann, MUSS sie ihre mühsam zurückgehaltene Schaffenslust als Pianistin voll ausleben. Ihre Energie ist beängstigend und gnadenlos. Und dann gibt es inmitten des inneren und äußeren Chaos noch den jungen Brahms...
Text und Spiel: Sibylle Maria Dordel
Regie: Dagmar Thole
Musik: Sonate fis-moll, Introduzione, Etuden 1, 2, 3, 6, 10, Faschingsschwank, Aria aus der Klaviersonate fis-moll, Erinnerungen
Homepage: www.sibylledordel.de
Sibylle Dordel,
arbeitete viel über Frauen, die es schwierig hatten, neben ihren männlichen Partnern zu bestehen (F. Kahlo, C. Schumann). Aktuell steht die Frage der Schuld im Vordergrund. 2024 spielte sie in München in der Auschwitz-Oper ‚Die Passagierin‘ (Weinberg) das stumme Double der ehemaligen Aufseherin Lisa.
Die (engl.) Presse schrieb:
„Die Darstellung der ‚alten Lisa‘ durch Sibylle M. Dordel wird zu Recht für ihre stille Kraftgelobt. Es gelingt ihr, allein durch die Präzision ihrer Gestik und die Ausdruckskraft ihres Körpers eine seltene emotionale Intensität zu vermitteln. Ihr Spiel veranschaulicht perfekt, wie die Bühnenpräsenz den Text übertreffen und zum Herzstück eines Werks werden kann, wodurch jede Bewegung für den Zuschauer ‚herzzerreißend‘ wird.“
Wiederaufnahme: April/Mai 2026 de Nationale Opera Amsterdam
Zur Zeit nicht im Spielplan
