Sibylle Dordel

Brief einer Unbekannten

Nach einer Erzählung von Stefan Zweig

Sibylle Dordel – Brief einer Unbekannten
Sibylle Dordel – Brief einer Unbekannten  //  Foto: Mika Will

Der Romanschriftsteller R. erhält einen Brief von einer ihm unbekannten Frau.

Sie sind sich begegnet, als sie noch Kind war, dann ein junges Mädchen und Jahre später eine erwachsene Frau.
Er erinnert sich an keine dieser Begegnungen, aus der auch ein Kind entsteht.

Sie hütet das Geheimnis ihrer Liebe und hofft ein jedes Mal brennender, er möge sie doch endlich erkennen. Als er den Brief ihres Lebens "... das das Deine war" in den Händen hält, spürt er "Erinnerungen des Gefühls" und erinnert sich doch nicht...

Der behutsam gekürzte Text der Erzählung, atmosphärisch gerahmt durch die Celloimprovisationen von Ellen Kienhorst, handelt von Verantwortung für das eigene Leben, von unerfüllter Sehnsucht und von der Suche nach Liebe.

Lesung: Sibylle M. Dordel
Cello: Ellen M. Kienhorst
Regie: Dagmar Thole

Homepage: www.sibylledordel.de

Sibylle Dordel,

arbeitete viel über Frauen, die es schwierig hatten, neben ihren männlichen Partnern zu bestehen (F. Kahlo, C. Schumann). Aktuell steht die Frage der Schuld im Vordergrund. 2024 spielte sie in München in der Auschwitz-Oper ‚Die Passagierin‘ (Weinberg) das stumme Double der ehemaligen Aufseherin Lisa.

Die (engl.) Presse schrieb:
„Die Darstellung der ‚alten Lisa‘ durch Sibylle M. Dordel wird zu Recht für ihre stille Kraftgelobt. Es gelingt ihr, allein durch die Präzision ihrer Gestik und die Ausdruckskraft ihres Körpers eine seltene emotionale Intensität zu vermitteln. Ihr Spiel veranschaulicht perfekt, wie die Bühnenpräsenz den Text übertreffen und zum Herzstück eines Werks werden kann, wodurch jede Bewegung für den Zuschauer ‚herzzerreißend‘ wird.“
Wiederaufnahme: April/Mai 2026 de Nationale Opera Amsterdam

Zur Zeit nicht im Spielplan